Netzwerkkonfiguration — Leitfaden zur Gateway-Platzierung
Das Gateway ist so ausgelegt, dass es mit 2 NICs das PLC-Netz und das WAN physisch trennt. Standardkonfiguration für Appliances / Industrie-PCs.
- LAN1 = PLC (eth1 / enp1s0 usw.) — einzelne SPS oder mehrere SPSen hinter einem Switch
- LAN2 = WAN (eth2 / enp2s0 usw.) — Internet / Platform / OTA
- wlan0 / wwan0 / tun0 / usb0 — WiFi / GSM / VPN / Management-USB-Ethernet
Das NIC-Namens-Mapping lässt sich pro Box über edge.net.lan1.iface in /etc/kopens/app.properties usw. anpassen
(bei install.sh per LAN1_IFACE=enp1s0 ... bash install.sh-env überschreibbar). Dient ausschließlich der Anzeige in der
Monitoring-Karte — die IP-Konfiguration selbst liegt beim OS (NetworkManager / netplan). install.sh führt optional auch eine nmcli-Static-IP-Konfiguration durch
(LAN1_IP=192.168.100.10/24 LAN2_IP=192.168.0.10/24 ... bash install.sh).
1. Standardtopologie
┌──────────────────────┐ ┌─────────────┐
│ 상위 플랫폼 / 클라우드 │ ◀─── HTTPS / MQTT ─── │ 게이트웨이 │
│ (PlantPulse / SCADA) │ └─────────────┘
└──────────────────────┘ enp1s0 │ enp2s0
│ │
┌───────────────┘ └────────────┐
│ │
WAN (외부) PLC 망 (내부)
│ │
│ ┌───┴────────────┐
│ │ │
PLC₁ PLC₂ PLC₃
(Modbus / S7 / OPCUA)
| NIC | Name (Fedora 38 Standard) | Rolle | Standard-Gateway? |
|---|---|---|---|
| NIC 1 | enp1s0 | WAN — externes Internet / übergeordnete Platform / NTP | ✅ Yes |
| NIC 2 | enp2s0 | PLC-Netz — private IP, ausschließlich Kommunikation mit der SPS | ❌ No (ipv4.never-default yes) |
2. Empfohlenes IP-Konzept (Beispiel)
| Bereich | CIDR | Verwendung |
|---|---|---|
| WAN | DHCP oder Firmennetz / 192.168.0.0/24 | externe IP des Gateways — Büronetzwerk |
| PLC-Netz | 192.168.100.0/24 | dediziertes privates SPS-Netz — vom WAN isoliert |
| Gateway selbst | WAN: 192.168.0.50 / PLC: 192.168.100.10 | |
| SPS | 192.168.100.20–254 | pro Linie / pro Zelle |
3. Konfiguration nach Szenario
3.1 Einfache Konfiguration — ein einzelnes Firmennetz
Die SPS hängt direkt am Firmennetz, ein separates SPS-Subnetz existiert nicht. Beide NICs müssen dann nicht im selben Netz liegen:
- nur
enp1s0(WAN) verwenden — DHCP oder STATIC enp2s0ungenutzt (oder link down)
Bei Installationen ab 2026.05+ lassen Sie bei der Ausführung von install.sh einfach LAN2_IFACE weg oder setzen die ungenutzte NIC nach der Installation im OS-NetworkManager auf down. Beim legacy-native setup.sh kann der Prompt für die zweite NIC noch vorhanden sein — prüfen Sie das Deaktivieren von set-2.sh daher nur auf älteren Boxen.
3.2 Standardtrennung — WAN + PLC-Netz (empfohlen)
Genau wie unter 1. Standardtopologie. Sicherheitstechnisch lässt sich das PLC-Netz vollständig vom Internet isolieren — das Gateway ist die einzige Brücke zwischen beiden Netzen. Die SPS ist aus dem Internet nicht sichtbar.
3.3 3 NICs — WAN + PLC + Management
Für große Standorte. Zusätzlicher Schritt in setup.sh (set-usb-mgnt.sh ist auskommentiert — kann aktiviert werden):
enp1s0(WAN) — externenp2s0(PLC) — privates SPS-Netzenp3s0oder USB-Ethernet (Management) — separater Kanal für Diagnose / Inspektion (Firmen-IT)
Die Home-Karte Management-Port zeigt die IP dieser NIC an.
3.4 Cloud / VM mit 1 NIC
In VM-Umgebungen mit nur einer NIC — der gesamte Verkehr läuft über dasselbe virtuelle Netzwerk. Die NIC-Trennung erfolgt im Host-OS über vSwitch / VLAN.
4. Zugriff auf das Gateway von außen
Um nach dem Rollout von außen (Büro-PC, mobil) auf die Web-UI des Gateways zuzugreifen:
| Szenario | Vorgehen |
|---|---|
| innerhalb desselben Firmennetzes | direkt über https://<gateway-wan-ip>/ui/main |
| von außerhalb → Firmennetz | nach VPN-Verbindung wie oben |
| von außerhalb → Internet (riskant) | NAT-Forwarding in der Firewall + REST API-Authentifizierung zwingend + HTTPS |
Das Gateway-v1-REST verwendet
X-API-Key- / Bearer-Authentifizierung. Dennoch wird eine direkte Exposition ins Internet nicht empfohlen. Erlauben Sie externen Zugriff erst nach Einrichtung zusätzlicher Schutzschichten wie VPN oder mTLS/API-Gateway.
5. Firewall — exponierte Ports
install.sh registriert die für den Container-Modus erforderlichen Ports in der Firewall. Die detaillierte Porttabelle für legacy native finden Sie weiterhin in
(legacy) H/W-Komplettinstallation, Abschnitt 5.1.
Kern: 80 / 443 (Web-UI) + 1880 (Node-RED) + 12000 / 12443 (OPC-UA) + 1883 / 8883 (MQTT, sofern genutzt).
Ports, die im Betrieb keinen externen Zugriff benötigen, per Firewall sperren oder nur auf der WAN-NIC blockieren (firewall-cmd --remove-port).
6. Netzwerkprüfung
Direkt nach der Installation oder unmittelbar vor dem Hinzufügen einer SPS die Netzwerkerreichbarkeit prüfen:
# 1) WAN — 외부 ping
ping -c 3 8.8.8.8
# 2) WAN — DNS
nslookup google.com
# 3) WAN — 플랫폼 / 다운로드
curl -I https://product.kopens.io/plantpulse-edge/install.sh
# 4) PLC 망 — 인터페이스 활성
ip a show enp2s0
# 5) PLC 망 — PLC 도달
ping -c 3 192.168.100.20 # 첫 PLC IP
# 6) PLC 포트 도달 (Modbus 502 예시)
nc -vz 192.168.100.20 502
# Connection succeeded ... 면 정상
# 7) 게이트웨이 자체 시스템 헬스 (컨테이너 모드)
sudo bash /opt/kopens/install/bin/status.sh
curl -ks https://127.0.0.1/api/v1/system/health | python3 -m json.tool
7. Häufige Stolperfallen
| Symptom | Ursache / Abhilfe |
|---|---|
| WAN funktioniert, SPS antwortet aber nicht auf ping | IP / Maske der NIC 2 bzw. Gateway-Einstellung auf SPS-Seite. Routing mit ip route prüfen |
| Aus dem PLC-Netz scheint Internetverkehr abzufließen | ipv4.never-default yes in enp2s0 fehlt. nmcli con modify enp2s0 ipv4.never-default yes |
| Externe IP des Gateways hat sich geändert (DHCP) | Greift ein externes SCADA über die IP zu, bricht die Verbindung ab — STATIC empfohlen |
| Beide NICs routen zueinander (Bridge) | ipv4.method und ipv6.method der NIC 2 prüfen. Bridge-Modus auflösen |
| Alarmantworten auf SPS-Seite sind langsam | keepalive / Paketgröße der PLC-Netz-NIC prüfen. tcpdump -i enp2s0 host <PLC-IP> |
| Externer OPC-UA-Client wird abgewiesen | Port 12000 durch Firewall blockiert / Zertifikat nicht vertrauenswürdig. firewall-cmd --list-ports und OPC-UA-Sicherheit prüfen |
8. Weiterführendes
- NIC-env bei der Installation: Schnellinstallation — Standortwerte / Netzwerkwerte angeben
- Netzwerk-Go/No-Go vor Produktivsetzung: Abnahmekriterien für die Produktion
- NIC-Eingabe bei legacy native: (legacy) H/W-Komplettinstallation, Abschnitte 4.2–4.3
- Automatisch geöffnete Firewall-Ports: (legacy) H/W-Komplettinstallation, Abschnitt 5.1
- Härtung bei externer Exposition: Aktivierung der REST API-Authentifizierung empfohlen (bei Exposition ins Fremdnetz zwingend)