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IO-Link — Master für intelligente Sensoren

IO-Link (IEC 61131-9) ist ein Standard für die bidirektionale serielle Eindrahtkommunikation zwischen industriellen Sensoren/Aktoren und einem Master. Der Master ist über PROFINET / EtherNet/IP / Modbus TCP / OPC UA usw. mit übergeordneten Systemen (PLC, SCADA, Edge) verbunden und überträgt Prozessdaten (PD), Identifikationsdaten (ISDU) und Ereignisse.

Aktueller Stand: Stub-Treiber (keine direkte Kommunikation möglich)

Der IOLINK-Treiber dieses Gateway ist ein Stub. Da IO-Link eine 3-Draht-Bitübertragungsschicht (24 V / GND / C/Q) verwendet, kann ein PC die Signale nicht direkt erzeugen bzw. dekodieren.

Empfohlener Integrationsweg: Registrieren Sie die übergeordnete Schnittstelle des IO-Link-Masters (PROFINET / Modbus TCP / EtherNet/IP / OPC UA / REST) über einen anderen Treiber von PlantPulse.


Warum Master-Hardware erforderlich ist

IO-Link-Geräte sind grundsätzlich nur über einen Master nach außen anbindbar. Der Master bündelt mehrere IO-Link-Sensoren — typischerweise über 8 oder 16 Ports — und stellt die Daten über Industrial Ethernet bereit.

Master-KategorieTypische ProdukteÜbergeordnete Schnittstelle
8-Port-PROFINET-Masterifm AL1100 / AL1xxx, Balluff BNI008xPROFINET, OPC UA
8-Port-EtherNet/IP-MasterBalluff BNI EIP, ifm AL13xxEtherNet/IP, REST
8-Port-Modbus-TCP-MasterPepperl+Fuchs ICE3-8IOL, Murr Cube67Modbus TCP
Hybrid (Multi-Protokoll)Turck TBEN-S2, Banner R90CPROFINET / EIP / Modbus / REST

Empfohlener Integrationsweg

Vom Master bereitgestellte SchnittstelleZu verwendender PlantPulse-TreiberSeite
OPC UA Companion Spec for IO-Link (am saubersten)OPCUAOPC-UA
Modbus TCPMODBUSModbus TCP
EtherNet/IPEIPAB EtherNet/IP
PROFINETPROFINETSiemens Profinet
JSON RESTHTTPHTTP-Push
Erste Wahl, wenn eine OPC UA Companion Specification vorhanden ist

Bei Mastern, die die IO-Link Companion Spec der OPC Foundation unterstützen (z. B. aktuelle Firmware von ifm / Balluff), werden PD/ISDU jedes Ports als OPC UA-Knoten abgebildet. Registriert man sie unmittelbar über den PlantPulse-OPCUA-Treiber, lassen sich die Sensorwerte portweise pollen — die sauberste Lösung.


Beispiel-Register-Map bei Registrierung über Modbus TCP (ifm AL1100)

Da die Register-Map je Master unterschiedlich ist, ist das Herstellerhandbuch unbedingt zu beachten.

DatenTypische Lage (z. B. ifm AL1100)PlantPulse-Notation
Port 1 PD-In (Process Data In)Holding Register 0x1000+4096 (dezimal)
Port 2 PD-In0x1100+4352
Status-Bit je PortBereich 0x00000 + Bit-Nummer
PD-Out je Port (write)0x2000+8192

Stub-Registrierung (zur Information)

EingabefeldWas einzutragen ist
IP-Adresse(nicht verwendet)
Port(nicht verwendet)
Automatische ErfassungDeaktivierung empfohlen

Häufige Probleme

SymptomMögliche UrsacheAbhilfe
Nach IOLINK-Registrierung kommen keine Werte anStub-TreiberNeu registrieren über OPCUA / MODBUS / EIP
Über Modbus empfangene PD-Werte wirken verfälscht16-Bit-/32-Bit-EndiannessIn der Formatunterstützung DW / RDW konvertieren
OPC UA-Knotenbaum ist zu tief verschachteltStandardstruktur der Companion SpecNur häufig genutzte Knoten als Alias registrieren
Stale-Werte nach SensorabrissUnterschiedliche Fail-Safe-Strategie des MastersIn den Master-Einstellungen fail-safe = Last valueZero empfohlen
Antwort des RFID-Lesegeräts ist fehlerhaftISDU ist ein Byte-Array — wird durch die 16-Bit-Einheiten von Modbus abgeschnittenOPC UA Companion Spec oder REST API des Masters verwenden

Nächste Schritte