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Tag-Registrierung (festlegen, welcher Wert gelesen wird)

Ein [Tag] ist die Benennung einer einzelnen Speicherstelle in der PLC. Da die Notation der Speicheradressen je PLC unterschiedlich ist, ziehen Sie zusätzlich die Seite Ihres PLC-Typs heran.

  • Mitsubishi: Format wie D100, M50
  • Siemens: Format wie %DB1.DBW0
  • LS: Format wie D00309
  • OPC-UA: Format wie ns=2;s=Channel1.Device1.Tag1

Die genaue Notation finden Sie im Abschnitt [PLC-Adresse] der jeweiligen PLC-Seite → Leitfaden nach PLC-Typ


Eingabefelder

Pro Tag-Zeile werden folgende Angaben eingetragen.

FeldWas wird eingetragen
Tag-NameDer auf dem Bildschirm angezeigte Name. Koreanisch möglich (z. B. 펌프1 회전수)
PLC-AdresseAdressnotation gemäß PLC-Handbuch (z. B. D100)
DatenformatEines von Float, Integer, Boolean, String, Long, Double
Formatzusatz (format)Bei 32 Bit DW, bei Gleitkomma REAL usw. (optional)
FormelNachverarbeitungsformel z. B. für Einheitenumrechnung (optional). Details unter Formel anwenden
BeschreibungNotiz. Wird auf dem Bildschirm mit angezeigt

Leitfaden zu den Datenformaten

DatenformatBreite/VorzeichenWann verwendenBeispiel
Boolean1 BitEin/Aus, ON/OFFPumpe läuft / Alarm ON
Integer16 Bit vorzeichenbehaftetGanzzahl (inkl. negativ) — am häufigstenZähler, Drehzahl
Long64 Bit vorzeichenbehaftetGroße Ganzzahlen (über 32 Bit)Kumulierte Produktionsmenge
Float32 Bit GleitkommaWerte mit NachkommastellenTemperatur, Druck, Geschwindigkeit
Double64 Bit GleitkommaHochpräzise NachkommastellenPräzisionsmessdaten
StringvariabelZeichenketteChargenname, Rezeptname

Präzisionstypen, die Vorzeichen und Breite im Namen ausweisen (gleiche Bedeutung wie bei Kepware):

DatenformatBreite/VorzeichenWann verwenden
Short16 Bit vorzeichenbehaftetidentisch mit Integer (expliziter Name)
Word16 Bit vorzeichenlosZähler 0–65535 (keine negativen Werte)
DInt32 Bit vorzeichenbehaftet32-Bit-Ganzzahl (ersetzt die alte Kombination Integer+DW)
DWord32 Bit vorzeichenlosKumulierte Zähler über 2,1 Mrd. (2^31) — Werte, die mit Integer bisher fehlschlugen
QWord64 Bit vorzeichenlosVorzeichenlose große Zähler
Byte8 Bit vorzeichenlosStatusbyte
Migration bestehender Tags (Verhaltensänderung 2026.07)
  • S7 Integer: Die bisher fälschlich vorzeichenlose (u16) Interpretation wurde auf die korrekte vorzeichenbehaftete (s16) Auslegung korrigiert — damit ist das Problem behoben, dass negative Werte als 65531 erschienen. Wird vorzeichenlos benötigt, verwenden Sie Word.
  • S7 / MELSEC Long: Die bisher 32-bittige Auslegung wurde auf die korrekte 64-Bit-Auslegung vereinheitlicht. Bestehende Tags, die mit Long 32 Bit gelesen haben, ändern Sie bitte auf DInt (vorzeichenbehaftet) oder DWord (vorzeichenlos).

Array-Tags (Base[N])

Wird ein Tag als Elementtyp[Anzahl] registriert, etwa DInt[10], so wird ein zusammenhängender Bereich als ein Tag erfasst und als JSON-Array-String ("[1,2,3]") gespeichert. Unterstützte Treiber (erweitert in 2026.07): EIP + MELSEC / S7 / Modbus / LS. Nur numerische Elementtypen werden tatsächlich erfasst (String-Arrays können nicht registriert werden, Boolean/Byte-Arrays werden vom Treiber nicht unterstützt — die Werte bleiben leer). Grenzwerte je Treiber: Modbus insgesamt 125 Wörter · LS insgesamt 64 Wörter · MELSEC je Serie (Q/L·iQ-R 960 / QnA 480 / A 32 Wörter) · S7 ausgehandelte PDU − 19 Byte — bei Überschreitung bleiben die Werte leer; reduzieren Sie dann N oder teilen Sie den Tag auf. Array-Tags sind nur lesend (kein Schreibzugriff).


Leitfaden zum Formatzusatz (format)

Dieselbe PLC-Adresse liefert je nach Interpretation unterschiedliche Werte. Der Unterschied besteht z. B. darin, zwei 16-Bit-Speicherstellen zu einem 32-Bit-Wert zusammenzufassen oder vier Stellen als 64-Bit-Gleitkommawert zu lesen.

Vorliegender Wert데이터 형식형식 보조
16-Bit-Ganzzahl (am häufigsten)Integer(leer)
16-Bit-Ganzzahl vorzeichenlosIntegerUI
32-Bit-Ganzzahl (zwei Speicherstellen)IntegerDW
32-Bit-Gleitkomma (häufigster Gleitkommatyp)FloatREAL
64-Bit-Gleitkomma (präzise)DoubleLREAL
Einzelnes Bit (Ein/Aus)BooleanBoolean
Bestimmtes Bit innerhalb eines WortesBooleanBIN[3] (Bit 3)
Zeichenkette mit N ZeichenStringSTR[N] (z. B. STR[10])
Wenn Werte seltsam erscheinen

Bleibt bei 32-Bit- oder 64-Bit-Werten der Formatzusatz leer, werden sie fälschlich als 16 Bit gelesen und die Werte sind unplausibel klein oder groß. Füllen Sie in diesem Fall das Feld format mit Werten wie DW, REAL oder LREAL.


Erweiterte Tag-Einstellungen (angelehnt an Kepware)

Zu einem Tag lassen sich zusätzlich die folgenden optionalen Einstellungen speichern (ohne Angabe bleibt das bisherige Verhalten unverändert). Derzeit werden sie über Backup/Restore-JSON (/connect/restore) oder REST gesetzt; die Werte werden zusammen mit der Tag-Zeile gespeichert.

EinstellungWertBedeutung
byte_orderAB_CD BA_DC CD_AB DC_BAByte-/Wortreihenfolge bei 32/64 Bit (ohne Angabe = Protokollvorgabe)
scaling_typelinear sqrtUmrechnung Rohwert → technische Einheit
raw_low/raw_highZahlEingangsbereich (roh) der Skalierung
scaled_low/scaled_highZahlAusgangsbereich (technisch) der Skalierung
clamptrue/falseAusgabe auf den scaled-Bereich begrenzen
negatetrue/falseVorzeichenumkehr
unitsZeichenketteEinheitenbezeichnung (z. B. degC)
client_accessR / RWBei R weist die Schreib-API Anfragen zurück (nur lesend)
deadbandZahlLiegt die Änderung gegenüber dem Vorwert unter diesem Betrag, entfällt die Veröffentlichung
scan_divisorGanzzahlNur einmal je n Zyklen lesen (Vielfaches des Erfassungsintervalls)

Beispiel — 4–20 mA, Rohwert 0..4095 linear auf 0..100 % umrechnen und kleine Schwankungen unterdrücken:

{"tags":[{ "opc_id":"OPC_X", "tag_id":"TAG_PCT", "tag_name":"압력%",
"data_type":"Float", "plc_address":"D100",
"scaling_type":"linear", "raw_low":0, "raw_high":4095,
"scaled_low":0, "scaled_high":100, "clamp":true, "deadband":0.5 }]}

Kombinierbar mit einer Formel (fomula) — die Formel wird auf das Skalierungsergebnis angewendet.

Dieselben Einstellungen lassen sich auch beim CSV-Massenimport (/ui/connect/csv) angeben — optionale Spalten hinter den 9 Standardspalten: RAW_TYPE, BYTE_ORDER, SCALING_TYPE, RAW_LOW, RAW_HIGH, SCALED_LOW, SCALED_HIGH, CLAMP, NEGATE, UNITS, CLIENT_ACCESS, DEADBAND, SCAN_DIVISOR, TAG_GROUP. Bestehende CSV-Dateien mit 9 Spalten funktionieren unverändert. JSON-Backup/Restore enthält diese Einstellungen stets (nicht gesetzte Einträge werden in der Datei ausgelassen).


Vorgehen zur Registrierung

Methode 1 — gemeinsam im PLC-Registrierungsformular hinzufügen

Im Fenster [Verbindung hinzufügen] bzw. [Bearbeiten] befindet sich eine Tabelle zur Tag-Eingabe. Über [+ Tag hinzufügen] fügen Sie Zeilen hinzu, füllen sie einzeln aus und klicken auf [Speichern].

Methode 2 — nur Tags zu einer bereits registrierten PLC hinzufügen

  1. Menü [Verbindung] → links auf die PLC klicken
  2. Rechts oberhalb der [Tag-Liste] auf [Tag hinzufügen] klicken
  3. Einzeln hinzufügen. Unmittelbar danach treffen im nächsten Erfassungszyklus Werte ein.

Methode 3 — CSV-Massenupload

Bei mehreren Dutzend Tags oder mehr geht es mit [CSV-Massenupload] oben rechts unter [Verbindung] schneller. Die CSV-Vorlage kann im Upload-Fenster heruntergeladen werden.


Registrierung überprüfen

Nach Klick auf die PLC erscheinen die registrierten Tags rechts in der [Tag-Liste].

SpalteBedeutung
Tag-Name / Adresse / FormatWie registriert
Aktueller WertZuletzt erfasster Wert (automatische Aktualisierung alle 5 Sekunden)
ErfassungszeitZeitpunkt, zu dem der Wert eintraf
Status정상 / 오류

Erscheint ein Fehler, liegt meist ein Tippfehler in der PLC-Adressnotation oder eine Diskrepanz beim Datenformat vor. Siehe Fehlerbehebung — Werte sind unplausibel.


Tags bearbeiten / löschen

  • Ein Klick auf eine Zeile der Tag-Liste öffnet das Bearbeitungsformular.
  • Über die Schaltfläche [Löschen] am Zeilenende wird zeilenweise gelöscht.

Änderungen greifen unmittelbar im nächsten Erfassungszyklus.


Häufige Fragen

F: Wie ermittle ich die PLC-Adresse?

  • Handbücher von PLC-Programmierern bzw. Anlagenherstellern enthalten häufig eine „Datenzuordnungstabelle“.
  • In den Engineering-Tools der PLC (GX Works, TIA Portal, XG5000 usw.) lassen sich die verwendeten Adressen über „Watch Table / Monitorfenster“ einsehen.
  • Bei OPC-UA ist es am zuverlässigsten, die Adresse mit einem kostenlosen Client wie UA Expert anzuklicken und zu kopieren.

F: Wie werden Tag-IDs vergeben?

Das Gateway vergibt sie automatisch im Format <connection-id>_TAG_<number>. Eine manuelle Vergabe ist möglich, verwenden Sie dabei jedoch nur lateinische Buchstaben, Ziffern und Unterstriche.

F: Darf dieselbe Adresse als zwei Tags registriert werden?

Ja. Das wird häufig genutzt, um denselben Rohwert mit unterschiedlichen Formeln in zwei Einheiten zu senden (z. B. temperature roh + temperature_F Umrechnung in Fahrenheit).

F: Wie viele Tags kann ich pro PLC registrieren?

Bis zu einigen Hundert ist unproblematisch. Da jedoch alle innerhalb des Erfassungsintervalls gelesen werden müssen, berücksichtigen Sie die Antwortzeit der PLC. Übersteigt die Tag-Anzahl einer PLC 1000, sollten Sie Last der PLC und Netzwerklatenz mit überwachen.